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Persona erhält 10 Millionen Dollar für KI-Assistent und 179-Dollar-Wearable

Das neue Startup von Zach Yadegari testet einen cloudbasierten persönlichen Assistenten und nimmt Vorbestellungen für ein Wearable-Armband entgegen. Persona betont, das Gerät höre nicht dauerhaft zu, während die Shopping-Empfehlungen gesponserte Produkte enthalten können.

Ein persönlicher KI-Assistent kann versprechen, Ihre Daten privat zu halten, und sie trotzdem in die Cloud schicken. Er kann nützliche Kaufberatung versprechen und dabei gesponserte Produkte anzeigen. Persona, das neue Startup von Cal-AI-Mitgründer Zach Yadegari, versucht, beides plausibel klingen zu lassen. Das Unternehmen hat 10 Millionen Dollar eingesammelt, um einen Assistenten und ein 179-Dollar-Armband zu entwickeln, das auf Abruf aktiviert wird, statt dauerhaft zuzuhören.

Ein zweites Startup nach Cal AI

Yadegari, 19, verließ MyFitnessPal im Juni, um Persona zu gründen. MyFitnessPal hatte Cal AI im März für eine nicht genannte Summe übernommen, nachdem die Kalorienzähler-App in weniger als zwei Jahren mehr als 30 Millionen Dollar Jahresumsatz erzielt hatte. Yadegari und seine Mitgründer wechselten zunächst zum Käufer und arbeiteten weiter an Cal AI.

Vine Ventures führte Personas Finanzierungsrunde über 10 Millionen Dollar an. Auch Cory Levy, Gründer von Z Fellows, und Collective Global beteiligten sich. Yadegari arbeitet mit einem weiteren Mitgründer zusammen, dessen Identität noch nicht bekannt gegeben wurde.

Sein erstes Unternehmen entstand früher. Yadegari gründete es in der neunten Klasse und verkaufte es mit 16 Jahren für 100.000 Dollar.

Ein Assistent, den man aktivieren muss

Persona soll alltägliche Aufgaben übernehmen, etwa Essen oder Fahrten bestellen, Notizen machen, Reisen buchen, Fragen beantworten und E-Mails bearbeiten. Derzeit können Nutzer eine kostenlose Beta über iMessage ausprobieren. Laut Unternehmen hat sie einige tausend Beta-Nutzer gewonnen.

Das geplante Wearable-Armband bietet einen physischen Zugang zum Assistenten. Es hat einen Knopf und lässt sich außerdem so konfigurieren, dass es sich mit einer Handgelenkbewegung aktivieren lässt. Anders als ein permanent aktives Gerät werde das Armband laut Persona nicht ständig zuhören oder aufnehmen. Es soll im Dezember erhältlich sein, eine Begleit-App ist in Entwicklung. Persona zufolge haben die Vorbestellungen bereits einen fünfstelligen Umsatz eingebracht.

Mit diesem Design reiht sich Persona in eine wachsende Gruppe persönlicher Assistenten ein, die an Consumer-Hardware gekoppelt sind. Der angestrebte Unterschied liegt nicht darin, dass der Assistent mehr kann, als Fragen zu beantworten, sondern darin, dass man ihn aufrufen kann, ohne eine App auf dem Smartphone zu öffnen oder den ganzen Tag ein Mikrofon laufen zu lassen.

Datenschutzversprechen treffen auf Cloud-Verarbeitung

Persona sagt, dass weder das KI-Modell auf dem Armband läuft noch Nutzerdaten darauf gespeichert werden. Stattdessen werden Informationen an die Cloud des Unternehmens gesendet, in der das Modell läuft. Laut Unternehmen sind die Daten bei der Übertragung und im Ruhezustand verschlüsselt und Nutzer können sie löschen. Außerdem würden Gespräche weder an Werbetreibende noch an Datenhändler verkauft.

Das sind Schutzmaßnahmen, aber keine Verarbeitung auf dem Gerät. Der Assistent ist weiterhin darauf angewiesen, dass Nutzerdaten die Server von Persona erreichen. Das Datenschutzversprechen hängt also zum Teil davon ab, wie das Unternehmen mit den Informationen umgeht, sobald sie dort angekommen sind.

Das Unternehmen baut nach eigenen Angaben außerdem Schutzmechanismen gegen Phishing und Prompt-Injection-Angriffe auf, zwei Risiken, die mit KI-Agenten verbunden sind. Yadegari zufolge kann der Assistent keine Kreditkartendaten einsehen, und Nutzer müssen Käufe bestätigen. Zahlungen sollen über externe Anbieter abgewickelt werden, darunter Stripe Link.

Gesponserte Ergebnisse im Shopping-Assistenten

Zu Personas aktuellem Geschäftsmodell gehört Werbung. Wenn Nutzer Produkte recherchieren, kann der Assistent gesponserte Artikel anzeigen. Yadegari sagt, der Agent wisse nicht, welche Empfehlungen Anzeigen sind, und wähle Produkte anhand der Präferenzen der Nutzer aus.

Diese Trennung soll die Neutralität des Assistenten wahren, hebt die kommerzielle Beziehung aber nicht auf. Gesponserte Produkte können in derselben Antwort erscheinen wie andere Empfehlungen, während das Unternehmen sagt, das Modell bevorzuge sie nicht aufgrund ihres Anzeigenstatus. Ob Nutzer diese Unterscheidung als klar empfinden, wird wichtiger sein als die Frage, wie sauber sie sich beschreiben lässt.

Yadegaris größere Ambition ist es, dass Persona Aufgaben übernimmt, die heute separate Smartphone-Apps erledigen, vom Einkaufen über Fahrten bis zu E-Mails. Vorerst ist das Produkt eine iMessage-Beta, und das Wearable wird weiterhin für Dezember erwartet. Der versprochene persönliche Assistent könnte eines Tages eine ganze Reihe von App-Symbolen ersetzen. Zuerst muss er sich Vertrauen verdienen, während er um einen Platz in der Cloud bittet und möglicherweise auch in den Shopping-Ergebnissen.

Der Käse hat Löcher. Deine Infrastruktur sollte keine haben.