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DeepSeek fällt im Web und auf Mobilgeräten für mehr als drei Stunden aus

Am 15. Oktober fiel der Chatbot von DeepSeek sowohl im Web als auch auf Mobilgeräten für über drei Stunden aus. Das Unternehmen teilte lediglich mit, die Ursache gefunden zu haben, nannte sie aber nicht. Kapazitätsengpässe als Ursache sind weiterhin nur eine Vermutung von Analysten.

Am 15. Oktober antwortete der Chatbot von DeepSeek mehr als drei Stunden lang nicht mehr. Das Unternehmen bezeichnete das Problem zunächst öffentlich als „teilweise Störung“. Wer statt einer Antwort eine Fehlermeldung vor sich sah, dürfte diese Beschreibung für recht wohlwollend gehalten haben.

Was passiert ist

Die Probleme begannen gegen 08:11 Uhr Ortszeit. Aus dem Bericht geht nicht hervor, auf welche Zeitzone sich diese Angabe bezieht. Die Uhrzeit ist daher mit etwas Vorsicht zu betrachten. Eindeutiger ist die Dauer: Die Störung hielt mehr als drei Stunden an.

Betroffen waren beide Zugangswege zum Dienst: die Webversion und die mobile App. Auch ein Wechsel des Geräts half nicht weiter.

Was die Nutzer sahen

Wer versuchte, mit dem Modell zu chatten, erhielt sinngemäß die Meldung, dass der Server vorübergehend nicht verfügbar sei. Die Meldung erschien beim Abschicken eines Prompts. Die Beschwerden drehten sich vor allem um einen Punkt: Ein normales Gespräch mit dem Assistenten war nicht möglich.

Was DeepSeek mitteilte

Auf der Statusseite des Unternehmens erschien zunächst ein Hinweis auf eine teilweise Störung. Später meldete DeepSeek, dass die Ursache identifiziert worden sei und die eigenen Ingenieure an einer Lösung arbeiteten.

Was die Ursache war, sagte das Unternehmen nicht – zumindest nicht in den hier vorliegenden Informationen. „Wir haben sie gefunden“ beschreibt den Fortschritt, liefert aber keine inhaltliche Erklärung.

Die These von den Kapazitätsengpässen

Einige Branchenanalysten vermuteten, der Ausfall könnte auf Schwierigkeiten zurückzuführen sein, genügend Rechenleistung bereitzustellen. Für einen stark genutzten KI-Dienst ist das eine plausible Vermutung, aber eben eine Vermutung. Der Bericht hält ausdrücklich fest, dass es dafür keine offizielle Bestätigung gab. DeepSeek hat den Vorfall nicht mit einem Mangel an Rechenkapazität in Verbindung gebracht.

Eine ehrliche Bestandsaufnahme sieht also so aus:

  • Bestätigt: ein langer Ausfall, der Webversion und App betraf, mit einem Hinweis auf der Statusseite und einer späteren Mitteilung, dass die Ursache gefunden worden sei.
  • Nicht bestätigt: warum es dazu kam und ob die Kapazitäten dabei eine Rolle spielten.

Der aktuelle Stand

Als der Bericht veröffentlicht wurde, funktionierte die App wieder normal. Zu einer detaillierten Nachanalyse gibt es keine Angaben, und aus keiner der vorliegenden Informationen geht hervor, dass eine solche geplant ist.

Für alle, die ihren Workflow auf einen einzigen gehosteten Chatbot ausgerichtet haben, ist der Vorfall eine kleine, kostenlose Erinnerung daran, was die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter bedeutet. Drei Stunden sind keine Katastrophe. Es ist allerdings eine lange Zeit, in der man nur zu hören bekommt, dass ein Server vorübergehend nicht verfügbar ist – und sie wirkt noch länger, wenn man nichts über den Grund erfährt.

Der Käse hat Löcher. Deine Infrastruktur sollte keine haben.