Einem KI-Assistenten Zugriff auf die eigenen Dateien zu geben, ist eine größere Veränderung, als ihm nur ein weiteres Chatfenster zu geben. Auf seinem Windows- und Surface-Event zeigte Microsoft ein Copilot-Upgrade, das lokale Dateien lesen und im Betriebssystem Aktionen ausführen soll, unter einem Ansatz, den das Unternehmen „Hybrid Intelligence“ nennt.
Eine Mischung aus lokaler und Cloud-KI
Microsoft beschrieb Hybrid Intelligence als Weg für Apps und Tools, eine Kombination aus lokalen und Cloud-KI-Modellen zu nutzen, um Aufgaben zu erledigen. Das Unternehmen nannte im Bericht keine weiteren Details dazu, wie die Modelle die Arbeit aufteilen oder welche Kontrollen den Zugriff auf Dateien und Windows-Aktionen regeln.
Der Wandel ist in der Absicht praktisch: Der Assistent wird nicht nur als Ort zum Stellen von Fragen präsentiert, sondern als Werkzeug, das mit Informationen auf dem PC arbeiten und im Betriebssystem handeln kann. Die Demonstration bot einen Einblick in diese Idee, keine vollständige Darstellung ihrer Grenzen.
Eine Demonstration zur Steuererklärung
Jacob Andreou, Microsofts Executive Vice President of Copilot, zeigte ein Video, in dem er das Autopilot-Tool des Unternehmens um Hilfe bei der Steuererklärung bat. Er sagte dem Agenten, er habe eine E-Mail von seiner Steuerberaterin erhalten, und bat ihn, ihr etwas zu besorgen. Die verfügbare Beschreibung endet, bevor klar wird, was er senden wollte oder ob die Aufgabe abgeschlossen wurde.
Damit bleiben die zentralen Produktdetails offen. Die Demonstration zeigte die Richtung, die Microsoft einschlägt, doch der Bericht nennt weder Verfügbarkeit noch Berechtigungen oder die Schutzmaßnahmen rund um den Zugriff auf persönliche Dateien. Ein Assistent, der auf dem PC handeln kann, mag ein paar Schritte sparen. Die wichtige Frage ist, welche Schritte er ausführen darf.