Das offizielle Vokabular zu ändern ist leichter, als zu ändern, wie die Menschen die Dinge nennen. Sam Altman erwartet, dass „künstliche Intelligenz“ noch jahrelang im Alltag gebräuchlich bleibt, auch wenn „Superintelligenz“ an Boden gewinnt, und sagt, OpenAI werde sich nicht in OpenSI umbenennen.
Ein neuer Begriff, eine alte Gewohnheit
Altman sagte, „Superintelligenz“ beschreibe die Fähigkeiten heutiger KI-Systeme genauer. Ein präziseres Etikett sei aber nicht unbedingt ein populäreres, und er erwarte nicht, dass die Öffentlichkeit den vertrauten Begriff bald aufgebe.
Die neue Formulierung mache die Technologie seiner Ansicht nach auch nicht weniger beängstigend. Der Name mag sich ändern. Die Gefühle, die daran hängen, lassen sich weniger leicht neu verpacken.
OpenAI plant keinen Wechsel zu OpenSI. Altman verwies auf die Schwierigkeit, etablierte Marken zu ändern, während Elon Musk angekündigt hat, dass aus SpaceXAI SpaceXSI wird.
Die Regierungsterminologie eilt voraus
Die Debatte erreicht auch die US-Politik. Donald Trump unterzeichnete letzte Woche eine Executive Order, die die Bundesregierung auffordert, „Superintelligenz“ statt „künstliche Intelligenz“ zu verwenden. Führende Vertreter großer US-KI-Unternehmen unterzeichneten außerdem eine Vereinbarung über Maßnahmen zur Kontrolle der Technologie.
Diese Entwicklungen bringen den Begriff in den amtlichen und unternehmerischen Sprachgebrauch, entscheiden aber nicht darüber, was die Menschen im gewöhnlichen Gespräch sagen werden. Vorerst setzt OpenAI darauf, dass vertraute Sprache mehr Bestand hat als ein saubereres Akronym.